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Black Forest Tigers und Stefan Pflaum

BigBand swingt Alemannisch.

Haifisch & Guglhupf: Experimentelle Begegnung von Big Band Sound und alemannischer Mundart  "Un de Haifisch, der het Zähn im Muul…“ Hätte Bert Brecht sich träumen lassen, dass sein legendärer Mackie-Messer-Song einmal auf Alemannisch gesungen würde? Musik, Sprache, Mundart: Alle drei Genres vereint ein Experiment der Emmendinger Big Band „Black Forest Tigers“ mit dem Mundartkünstler Stefan Pflaum. 

menu-unternehmen-kultur-haifisch Die seit 15 Jahren beim Verein für kreative musikalische Bildung tonart e.v. beheimatete Big Band „Black Forest Tigers“ wird geleitet von Stefan Rheidt. Klassiker der Popmusik von den Beatles, Blues Brothers und Eric Clapton gehören ebenso zum Repertoire des vor 15 Jahren vom Emmendinger Kulturpreisträger Werner Englert gegründeten Ensembles wie Filmmusik und populäre Gassenhauer. Die Zusammenarbeit mit Stefan Pflaum entlockt den 20 Mitgliedern ungeahnte Talente: „Das Beste von allem ist der Guglhupf“, deutet Stefan Rheidt mit Blick auf das Geschehen an. Das ist nicht nur die Überleitung in die Pause, sondern auch zu Stefan Pflaum, den Dirigent Rheidt bei einer Zusammenarbeit mit den „Loungecore Poets“ kennen- und schätzenlernte: „Er gibt dem heimattümelnden Alemannisch eine neue, eine progressive Wendung“, lobt der Musiker. Alemannisch gege de Strich – so nennt es der Gelobte.

 

Stefan Pflaum, bekannter Mundartautor und Liedermacher, ergänzt die Musik der Tigers um gesprochene, gerappte, gezischte alemannische Spitzen. In München geboren, aufgewachsen in Lahr, entdeckte Stefan Pflaum seine Leidenschaft für die Kulturen der Welt bei seiner Arbeit am Sprachenkolleg für ausländische Studierende in Freiburg. Das Alemannische erweiterte Pflaums Sprachbegeisterung um das Mundartliche. „Musik gehört dazu“, sagt der in Wolfenweiler lebende Künstler, „denn Musik ist Sprache und Sprache ist Musik.“ Also komponiert er seine Texte auf dem Piano, spielt Akkordeon zum Vortrag seiner Texte, lässt sich von seinem Vorgesetzten, Raimund Sesterhenn, am Saxophon begleiten oder geht neue Wege mit musikalischen Ensembles. Nach den „Loungecore Poets“ sind das nun die „Black Forest Tigers“. Stefan Pflaum freut sich auf das Zusammenspiel: „Das wird ein spannender Abend.“ 

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